Das Ticken einer Uhr erklingt, der Schlagzeug-Beat setzt ein und die Thunerin Veronica Fusaro erscheint auf der Bühne. Der Rhythmus geht sofort in die Beine, und obwohl der Schweiss am ganzen Körper fliesst, lasse ich es mir nicht nehmen zu tänzeln. Wir stehen an der Sonne, auf der Bühne ist Schatten – heiss ist es an beiden Orten.
Während ein paar Seifenblasen versuchen, den Pilatus hochzusteigen, lauschen wir den neuen Songs wie No Rain, no Tears und Jealousy vom aktuellen Album Looking for Connection. Ich bin auch heute angetan von Veronica Fusaros unaufgeregter Art, wie sie beispielsweise am heutigen Nachmittag mit der Hitze umgeht. Einmal kurz mit dem Tüechli die Stirn abtupfen und sonst einfach souverän durch ihr erstes Konzert am heutigen Tag führen. In ihren Liedern herrscht dafür viel Aufregung, Alice handelt beispielsweise von einer Frau, deren Grenzen nicht respektiert werden, und im Song I Dont Remember (you) rechnet sie mit einem anderen Menschen ab und setzt eine klare (emotionale) Grenze.
Zwischendurch weht ein feiner Wind über die Allmend und das Publikum bekommt die für den Song Weekend nötige Hüpf-Energie. Veronica Fusaro verabschiedet sich mit dem Album-Opener Slot Machine an den Merchandising-Stand und später an das nächste Festival und somit zum zweiten Konzert am heutigen Tag.