Marc Sway am Stars in Town, Schaffhausen

Schaffhausen ist wohl noch nie so nahe an Brasilien gewesen wie an diesem Sonntagnachmittag. Mit der „Black & White“ Tour machen Marc Sway und seine Band Halt auf dem Herrenacker in der Schaffhauser Altstadt und feiern mit dem Publikum den Hitzesommer. Schliesslich jammere die Schweiz durchs Jahr hindurch genug, es sei immerzu zu kalt und zu nass.

Zu kalt wird es definitiv nicht und zu nass vielleicht durch den vergossenen Schweiss. Zu schnell und heftig klatschen soll das Publikum dennoch nicht, es ist schliesslich heiss. Der knallharte Chef, als den er angekündet wird, ist doch nicht so knallhart,  er lässt seine Band nur bedingt in den dunklen Anzügen auftreten. Mit seinem breiten Grinsen im Gesicht und am Konzertende mit dem kleinen süssen Mini-Double auf den Armen, kauft man ihm das aber auch einfach nicht wirklich ab. Wer der Knirps genau ist und was er mit der Show zu tun hat, versteh ich zwar nicht, aber der Jöh-Effekt ist total da.

Marcs Grinsen und seine Fröhlichkeit sind ansteckend und machen happy.  Zu „Severina“ kommt sofort gute Stimmung auf und die zieht sich mit „Non Non Non“ weiter. Es ist eine richtig tolle, sommerliche Fiesta. Marc habe schon immer davon geträumt, mit seiner Musik aus dem kleinen Dorf, in dem er aufgewachsen ist, los zu ziehen. Schaffhausen, selber nicht so gross, kenne das ja gut. Sie führen uns mit einem Medley über den Atlantik zu den ganzen mitreissenden, brasilianischen Rhythmen und Melodien. „Do you feel the same?“ – ja, wir fühlen die Energie, die von ihm und vor allem auch seiner Backgroundsängerin und Schwester ausgeht. Immer weiter treiben sie uns und die Band an. Das Drumsolo und die Beatboxkünste von Percussionist Robbie unterstützen sie dabei.

Natürlich dürfen aber Sways rockigen und souligen Seiten nicht fehlen und führen somit mit „Losing“ eine kurze Verschnaufpause ein, bevor es mit ganzer Power weitergeht. Das ganze wird zwischendurch mit etwas Reggea abgerundet. Die feurige Show lockt schliesslich  sogar seine The Voice-Kollegin Stefanie Heinzmann hinter der Bühne hervor, die auch kurz ihren Kopf hinterm Zaun hervor streckt, um mitzutanzen. Da stahl sie zum Abschluss dem Sway noch fast die Show.