Marc Sway am Glücklich Festival Luzern

Über der Allmend Luzern kreisen die Gleitschirme und auf der Bühne erscheinen die Musiker von Marc Sway. Sie zeigen uns schon mal klar und gut hörbar, dass sie ihre Instrumente beherrschen. Und dann taucht er auf, der Mann mit den vielen Kimonos und der unendlichen Liebe zur Musik und zu Severina.

Mitten zwischen den Bläsern und den Latino-Rhythmen nimmt uns Marc Sway mit in sein Leben, um gleich schon mal zu prophezeihen: Es chunnt eso wies chunnt. Er tut dies mit ausgebreiteten Armen und einer stimmlichen Intensität, welche ich bis anhin nur von Predigten kenne.

Der mittlerweile 47-jährige Zürcher ist seit vielen Jahren im Musikbusiness unterwegs. Durch die Teilnahme an „Sing meinen Song“ hat er das 2007 mit Fabienne Louves veröffentlichte Duett Hemmigslos liebe wieder lieb gewonnen. Am heutigen Nachmittag singt er es mit seiner Backgroundsängerin und widmet es der im Publikum anwesenden baldigen Braut Nadine.

Marc Sway ist sehr bedacht in seinen Aussagen. Zwar nimmt er uns mit in seine Familiengeschichte, erzählt vom Way Back Home, vom Heim-Fernweh seiner Mama, und er nimmt uns mit in brasilianische Rhythmen. Explizite politische Aussagen würde er an Konzerten nie machen. Als er den Song Us Mänsch anstimmt, friert es mich trotz Sommerhitze am ganzen Körper, weil: „Glück ist das Einzige, was sich vermehrt, wenn es geteilt wird.“ Mit diesem Zitat appelliert Marc Sway an uns alle, dass wir uns mit mehr Anstand und Respekt begegnen sollen.

Und als Zugabe ist sie dann endlich wirklich da, die Severina. Wir gehen mit ihr in die Knie und ich habe den Eindruck, dass noch selten ein Lied und das Glücklich-Publikum so gut zusammen gematcht haben.

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