Halunke am Openair Heitere

„i chan nid ohni Musig, du gisch bi mir de Ton a… Bisch mini grossi Liebi, enttüscht hesch du mi no nie“ – diese Textpassage aus der aktuellen Single der Halunke passt perfekt zum heutigen Nachmittag. 

Dem einen oder anderen ist vielleicht eher die Textzeile „fahre lässig dur s’Lebe, fahre geng echli denebe. Neb de Fahrbahn a allne andere verbi, wenn’s gfährlech wird, bin i geng debi.“ Beide Songs stammen aus der Feder von Christian Häni, in meinen Augen der junge Mani Matter. Früher hiess sein Musikprojekt „Scream“ – seit 2010 wirbelt er mit „Halunke“ über die Schweizer Konzertbühnen. 

Zu Konzertbeginn (nachmittags um 4!) befinden sich ein paar vereinzelte Personen vor der Lindenbühne. „i lebe vo der Hand iz Muul“ – die Anwesenden tanzen vom ersten Ton an und locken damit immer mehr Volk vor die Bühne. Die vier Berner nehmen uns mit auf eine literarische Reise, mal poetisch verspielt, dann romantisch oder sogar zynisch. Häni spielt mit den Worten und lässt ganz viel Interpretationsspielraum. Christian Berger am Schlagzeug legt den rhythmischen Boden, Marco Mazzotti ist mit seinem Bass verantwortlich für die tiefen Töne und Simon Rupp an der Gitarre sorgt dafür, dass es rockt! Als Supplement für den heutigen Tag sind auch noch Bläser und ein Pianist dabei.

Der Notenständer vor dem Frontmann ist eher ein Instrumente Ständer: Häni drückt auf Knöpfe und entsprechend erklingen Töne. Ob es sich bei diesem Instrument um das auf der Website als „Kaosspad“ bezeichnete Ding handelt, entzieht sich meinen Kenntnissen.

Aber was ich weiss ist, am 28. August erscheint das neue Album „Grammophon“ – welches am 18. Oktober in der Mühle Hunziken getauft wird. Wer verspielte Musik mag, dem lege ich diese beiden Termine schwer ans Herzen!

Zum Abschluss landen wir in der Partystadt und feiern mit der „Affebande“ bei „100 Millionenwatt“. Für das Volk vor der Bühne gibt es nun kein Halten mehr, trotz brennender Sonne wird getanzt und mitgesungen. Zum Abschluss entsteht noch ein Bandselfie, welches wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.