Dus im BierLab Zürich

Dus – wie der Name, der auf Romanisch „zwei“ bedeutet, schon sagt, stehen Gino Carigiet und David Friedli zu zweit auf der Bühne. Davids Finger fliegen über die Gitarrensaiten und unterlegen Ginos kraftvolle Stimme mit wunderbaren Tönen. Da sind zwei ausgebildete Musiker am Werk, die ihr jeweiliges Instrument mehr als beherrschen. Kennengelernt haben sie sich an der HdK Bern, wo sie beide Musik studiert haben. Und heute sind sie nach Zürich gereist, um im BierLab ein Konzert zu spielen.

Mitgebracht haben sie eigene Songs, neue Interpretationen von romanischen Volksliedern und romanische Coverversionen von bekannten Hits wie 079 („nul siat nov“) und Teenage Dirtbag („Giuven Grischuner“). In Letzterem lassen sie bewusst offen, ob der schwärmende Andri von einem Noel oder von einer Noelle träumt. Daneben wird ein etwas zu stolzer Käfer von einem Traktorrad zerquetscht (altes romanisches Volkslied!) und es wird „clar e stgir“ („hell und dunkel“).

Drei Personen im Publikum sprechen Romanisch – das seien viele, sagt David. Und einige Songzeilen, etwa: „L’ura fa tic tac“, verstehen sicher auch die andern. Was ihnen am Herzen liegt, nämlich Toleranz und Offenheit den Mitmenschen gegenüber, erzählen die beiden zwischen den Songs auch auf Deutsch.

Mit im Gepäck haben sie auch neue Songs, die bald erscheinen sollen. Darunter „Scoletta“, ein Song über den Kindergarten und die Schubladen, in die man gesteckt wird, wenn man sich zwischen Puppen und Autos entscheiden muss. Und ich bin heute froh, dass ich mich nicht entscheiden muss für eine Lieblingsband, denn Dus machen meinen bisherigen Lieblingen definitiv den Platz streitig. Aber zum Glück kann ich ja gleichzeitig mehrere Lieblingsbands haben. 😉

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