Anshelle am Generationenfestival in Thun

Eine lange Pause. Zuerst freiwillig, dann – wie die ganze Konzertbranche – unfreiwillig. Und jetzt sind Anshelle zurück, als Trio und mit einem Heimspiel. Vier Jahre ist es her, dass ich die Band zuletzt in der Mahogany Hall in Bern gesehen habe und Sängerin Michèle Bachmann sagte, es sei unklar, wie es nach dem Ausstieg von Schlagzeuger Martin Kissling weitergehen werde. Unterdessen ist es klar: Anshelle sind nun ein Trio. Und bleiben dabei ganz Anshelle.

Es ist Michèle Bachmanns wundervolle Stimme, die diese Band ausmacht. Es sind die Texte über Freundschaft, schlechte Zeiten und Lichter am Horizont. Und es ist die Musik, die all das mitten in mein Herz trägt und mich wie in eine warme Decke hüllt. Die Septemberkühle liegt über dem Festgelände, nicht nur ich, sondern auch die Musiker_innen versuchen beharrlich, die Finger warm zu halten. Im Hintergrund der Bühne probieren Scheinwerfer, im hellen Spätnachmittag ein bisschen buntes Licht auf die Bühne zu zaubern. Mit mässigem Erfolg. Aber Anshelle brauchen keine Lichteffekte, ihre Musik hat Glanz genug.

Phil Küffer legt seinen fünfsaitigen Bass ab und an weg und greift in die sechs Saiten seiner Gitarre. Sandro Marrettas Finger gleiten über die Tasten seines Keyboards und die drei spielen ihre bekannten Songs „Crossroads“ und „Little Mountain“, dazu viele neue Songs.  Dabei ist auch einer über ihren „Way back to stage“ nach dem grossen Wechsel in der Band. „This is us, here and now“, singt Michèle, „still friends, we are not tired and we won’t be silent“. Und es ist wunderschön, dass Anshelle nicht mehr still sind, sondern den Weg zurück auf die Bühne gefunden haben.

 

 

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